Internationale Projekte

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Internationale Projekte2017-06-07T17:15:47+02:00

„Start up – Manage your Business“
Ein Projekt mit der Riga State Technical School/Lettland

Ein Unternehmen wie in der Realität führen, Teamstrukturen schaffen und darüber hinaus noch etwas über einen Baltischen Staat lernen – das konnten 10 Industriekaufleute des 1. und 2. Ausbildungsjahres im Projekt „Start up – Manage your Business“ in Riga/Lettland vom 24.4. bis 28.4.17.

Kern des Projektes war das Wettbewerbsplanspiel Easy Management, in dem die deutschen und lettischen Auszubildenden Unternehmen auf einem Markt für Outdoor-Zelte führen. Auf Basis ihrer Marktstrategie, der Marktveränderungen und dem Wettbewerbsverhalten der anderen Unternehmen trafen sie Entscheidungen über den Verkaufspreis, die Werbeausgaben, Produktionsmenge, Beschaffung, Forschung und Entwicklung, Personaleinstellungen und –freistellungen, Maschinenkapazitäten u. v. m. Gewinner des Planspiels war das Unternehmen mit dem höchsten Erfolgswert bestehend aus Gesamtgewinn, Kundenzufriedenheit und Planungsqualität.

So machten sich 5 Unternehmen – jeweils aus 2 deutschen und 2 lettischen Auszubildende – daran, über 6 Spielperioden so erfolgreich wie möglich zu sein. Dabei rauchten die Köpfe. Strategien wurden entworfen, wieder verworfen, Marketing- und Personalmaßnahmen getroffen und wieder verändert, bis die endgültigen Entscheidungen feststanden. Das Planspiel war schon recht komplex, die Kommunikation in englischer Sprache machte das Projekt noch anspruchsvoller. Alle Managementteams haben aber auch diese Hürde gemeistert.

Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen veränderte sich immer wieder. So blieb es bis zuletzt spannend, welches Unternehmen am Ende am erfolgreichsten war. Gewinner war das Management-Team des Unternehmens Nature Proof, das sich in der letzten Spielperiode nach vorn kämpfte und den Titel „Manager of the Year“ verliehen bekam.

Am Ende stellten sich alle Management-Teams noch einem potenziellen Investor vor, dem sie ihre Strategien und Unternehmensentwicklung erläuterten. Passend zum Thema Unternehmertum besuchten die Projektteilnehmer ein Unternehmensgründungszentrum der Universität Riga und erhielten Informationen über die Unterstützung, die junge Unternehmensgründer erhalten können.

Unternehmertum stand im Vordergrund des Projektes. Es ging aber auch darum, die Stadt und das Land kennenzulernen. So präsentierten die Auszubildenden jeweils ihre Heimatstadt, ihr Heimatland und ihre Schule. Während einer Stadtführung konnten die Projektteilnehmer auch das Rathaus besuchen. Auf dem Rundgangs stießen die Industriekaufleute auf die Bremer Stadtmusikanten, ein Geschenk der Stadt Bremen zur wiedergewonnen lettischen Unabhängigkeit 1991. Denn im 13. Jahrhundert gelangten viele Bremer Kaufleute und Geistliche in diese Region. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts besiedelten noch viele Deutschstämmige Lettland. Das Stadtbild Rigas verdeutlicht die Mitgliedschaft Rigas in der Hanse.

Das kulturelle Programm sah auch den Besuch des Lettischen Okkupationsmuseums ein, das die Entwicklung Lettlands in den Diktaturen während der Besetzung durch Deutschland im 2. Weltkrieg und der Sowjetunion von 1945 bis 1991 anschaulich darstellt.

 

Alles in allem eine tolle Projektwoche mit etlichen Lerneinheiten, und auch viel Spaß und Spannung. Das lag auch an den Teilnehmern, die sich engagiert und offen in die Projektwoche eingebracht haben.

Deutsch-polnisches Schülerprojekt „Manager of the Year 2016“
Marketing for everyone
Projekt Water for Life
Comenius-Projekt
School for young entrepreneurs
Schulprojekt: „Manager“ in Gdynia/Polen

Deutsch-polnisches Schülerprojekt „Manager of the Year 2016“

 Die Reise nach Gdynia/Polen am Sonntag 17.04.2016 ging von Lübeck per Zug los über den Hamburger Flughafen und dauerte –mit Wartezeiten dazwischen– ungefähr 7 Stunden.  Gegen 17 Uhr trafen wir, Industriekaufleute der Hanse-Schule, in dem Hotel „Willa Lubicz“ ein, was schön eingerichtete Hotelzimmer mit Doppelbetten und Nähe zum Meer bot. Das Programm an diesen Tag beinhaltete ein gemeinsames Abendessen in einem Restaurant am Strand und mit Meerblick, dessen Preise aufgrund der wirtschaftlichen Unterschiede für uns immer noch sehr niedrig waren. Am Abend hatten wir dann ein wenig Freizeit, die wir nutzten, um uns selbst noch ein wenig besser kennen zu lernen – denn wir waren aus mehreren Klassen zusammengestellt.

Der Montag begann gegen 9:00 Uhr in der Partner-Schule „Zespół Szkół Administracyjno – Ekonomicznych“, wo wir nun zum ersten Mal unsere polnischen Freunde kennen lernten. Das Eis sollte mit einigen Spielen durchbrochen werden und diente gleichzeitig dazu, die Namen der jeweiligen Schüler zu verinnerlichen. Die erste Annäherung war ein voller Erfolg, woraufhin wir uns und die polnischen Schüler mit jeweils vier  Präsentationen über das Herkunftsland, -stadt, -schule sowie die Ausbildung noch besser kennenlernten sollten. Daraufhin folgte nun der Hauptanlass für das deutsch-polnische Projekt– das „Manager-of-the-Year-2016“ Planspiel. Die Grundidee in diesem Spiel lag darin, dass die deutschen und polnischen Schüler per Los-Wahl zusammengestellt in 5 Teams jeweils ein fiktives Unternehmen repräsentierten und über 6 Geschäftsperioden mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad unternehmerische Entscheidungen treffen mussten. Es galt, Outdoor-Zelte möglichst erfolgreich auf dem Markt zu vertreiben. Neben vieler Daten und sich ändernden Wirtschafts-Klimata bestand der besondere Reiz darin, dass man nicht alle Einflussfaktoren genau errechnen konnte und außerdem nicht wusste, für welche Manöver sich die Konkurrenten entscheiden würden– ganz wie im richtigen Leben.

Nach lediglich einer Einführungsrunde wurde das Programm in Gdansk fortgesetzt, wo wir von dem Reiseführer Lukasz empfangen wurden. Dieser gab sich ganz besonders viel Mühe, auch den weniger geschichtsinteressierten Schülern mit viel Leidenschaft und Detailverliebtheit ein Stück deutsch-polnischer Geschichte näher zu bringen. Gegen Abend trennten sich die polnischen und deutschen Schüler und wir fuhren zurück nach Gdynia, wo wir erneut im Restaurant am Strand essen gingen.

Am darauffolgenden Tag Drei konnten wir drei Runden des Planspiels spielen und erste Strategien der einzelnen Unternehmen zeichneten sich ab. Team 1 „Tornado Tents“ lieferte sich ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Team 2 „Survival Tents“, auf Positionen drei und vier waren „Zemiot“ (Portmonteauwort aus „Zelt“ und „Namiot“(dt. f. Zelt)] und  „Nadventure“, wobei erstere massive Investitionen tätigten, um in den zukünftigen Perioden Gewinn zu machen. Abgeschlagen auf der letzten Position war „Gucci Tents“, deren Premiumpreis-Strategie langsam fruchtete und zur Aufholjagd ansetzte.

Am Nachmittag ging es dann in die schöne Stadt am Meer „Sopot“, die zwischen Gdynia und Gdansk liegt und sich am ehesten mit Travemünde vergleichen lässt. Der Mittwoch beinhaltete zwei weitere Spielrunden und mithilfe eines Zelts hatten wir die Gelegenheit, ein Werbevideo bei völliger Gestaltungsfreiheit für jedes Unternehmen zu drehen. Wir fuhren dann nachmittags erneut nach Gdansk zum Businesscenter „Starter“. Dort wurde uns das Konzept von Startup-Unternehmen näher gebracht und ein längerer Film zeigte, mit welchen Schwierigkeiten  es zu kämpfen galt, aber auch welche Chancen eine solche Unternehmung zu bieten hatte.

Der fünfte und vorletzte Tag begann dieses Mal nicht in der Schule, sondern damit, dass wir in das „Europäische Zentrum der Solidarność“ fuhren. Das einzigartig gestaltete Zentrum beinhaltet neben einer Kantine und einer Bibliothek ein sehr interessantes Museum. Erneut war Lukasz an unserer Seite, der diesmal noch einen draufsetzte und die Geschichte der Auflösung der Sowjet-Besatzung mit seinen eigenen Kindheits- und Jugenderfahrungen ergänzte, um sie noch interessanter und bewegender zu erzählen.

Nun wurde auch die letzte Spielrunde gespielt, an dessen Ende sich „Survival Tents“ gegen „Tornado Tents“ knapp durchsetzen konnte und mit einer Urkunde „Managers of the Year 2016“ und Süßigkeiten belohnt wurde. Dann erfolgten eine Evaluation der Spielrunden und ein allgemeines Feedback für die polnischen Schüler zur Anregung für kommende Austauschprojekte.

Der Tag endete damit, dass wir die polnischen Schüler in „Jacks Bar“ zum Burger-Essen einluden. Da alle Anwesenden so viel Spaß hatten, entschied sich der Großteil der Schüler noch dazu, den Abend gemeinsam in einer gesitteten Feier auf dem Hotel-Zimmer ausklingen zu lassen. Auch wenn die Woche sehr kurz war, hatten wir uns alle sehr gut angefreundet, sodass uns der Abschied von unseren polnischen Freunden am Freitag sehr schwer viel. Zum Ende konnten wir alle uns den gelungenen Werbevideos frönen und dann ging es leider auch schon wieder zum Zug. Wir hoffen, dass dem Antrag der polnischen Schüler, im Herbst nach Lübeck zu kommen, stattgegeben wird und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

Luc Petrich (IN 14/5)

Internationales Schulprojekt: „Manager“ in Gdynia/Polen im Juni 2015

Einmal Manager sein und im Ausland die Geschicke eines Unternehmens leiten. Dieser
Traum erfüllte sich für 8 Schüler der BFS 13b.

Gut gelaunt trafen die Schüler und 2 Lehrer am letzten Sonntag im Mai gegen 13 Uhr am Flughafen Lübeck ein. Ihr gemeinsames Ziel: Ein Projekt mit Schülern der Zespol Szkol Administracyjno-Economicznych in Gdynia/Polen. Neben verschiedenen Vorträgen und Besichtigungen war ein Planspiel vorgesehen.

Am Montag ab 9 Uhr wurde es dann ernst für die Schüler. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und gegenseitigem „Beschnuppern“ der Schüler begann die Arbeit in gemischtnationalen Gruppen. Die ersten Aufgaben bestanden darin, einen Namen, ein Logo und ein Slogan für das gemeinsame
Unternehmen zu finden und anschließend den anderen Gruppen ihr Anschließend wurde die erste von sechs Runden gespielt. Jede Gruppe musste planen zu welchem Preis sie welche Menge an Fahrrädern beschaffen wollten und mit welcher Absatzmenge sie kalkulieren. Relevante Faktoren waren u.a. Liquiditätsaspekte, Kreditkosten, Lagerkosten und der Einsatz von Mitteln für Werbung.

Nach der ersten Runde hatten unsere polnischen Gastgeber für 12 Uhr einen Termin im Entrepreneurship Cluster Danzig mit verschiedenen interessanten Vorträgen vereinbart. So erzählte ein ehemaliger englischer Profirugbyspieler über seinen beruflichen Werdegang sowie über Selbstmanagement. Weiterhin gab es eine englischsprachige Führung im neugebauten Shakespeare Theater in Danzig. Besonders imposant waren das aufklappbare Theaterdach und die den mittelalterlichen englischen Theatern nachempfundenen Theaterränge. Gegen 17 Uhr hatten die Schüler und Lehrer das erste Mal an diesem Tag Gelegenheit für einen kleinen Snack. Für 17:45 Uhr hatten unsere Gastgeber einen Termin im Solidarność Museum vereinbart. Neben einer Führung durch das imposante Museumsgebäude stand ein Spaziergang über das ehemalige Werftgelände an. Der Tag endete um 20:00 Uhr in Danzig.

Einziger Wehrmutstropfen, neben den tollen Führungen, war das verpasste Relegationsspiel des HSV, aber ein internetaffiner Schüler leistete die komplette Bahnfahrt einen guten Ergebnisdienst. Nur der HSV!

Am Dienstag spielten die Schüler dann in ihren Gruppen erneut das Planspiel. Mittags gab es einen Besichtigungstermin an der Universität in Sopot. Neben einer Führung unterrichteten verschiedene Mitarbeiter über die Studienmöglichkeiten an der Universität. Am frühen Nachmittag erkundeten die Schüler und Lehrer Sopot auf eigene Faust. Neben der Seebrücke und dem Sandstrand waren besonders die altehrwürdigen Villen der Kurstadt besonders imposant.

Die Schüler hatten am Mittwoch dann die letzte Chance ihre Spielstände des Planspiels nach oben zu schrauben. Nachdem vormittags wieder eine Runde gespielt wurde, gab es mittags eine Führung und verschiedene Vorträge im Technologiepark Gdynia, einer städtischen Gesellschaft zur Förderung junger Unternehmen. Nachmittags wurden dann die letzten Runden des Planspiels gespielt, da am Donnerstag aufgrund eines Feiertags schulfrei war.

Für Donnerstag hatten sich unsere Schüler mit den polnischen Schülern verabredet. Die Polen zeigten ihnen die schönsten Plätze in und um Gdynia. Nach einem gemeinsamen Abendessen trennten sich die Wege erst um 22 Uhr. Freitagmorgen stand dann die Siegerehrung des Planspiels an. Die beste Gruppe schaffte es, ihr eingesetztes Kapital fast zu verdreifachen. Dann hieß es Abschiednehmen. Es flossen ein paar Tränen und die Schüler beteuerten gegenseitig Kontakt zu halten.

Wir danken unseren polnischen Freunden für die tolle Organisation und viele unvergessliche Erfahrungen für unsere Schüler.

School for young entrepreneurs

Wie bereits in den Jahren 2009 bis 2011 führte die Hanse-Schule mit Industriekaufleuten in den Jahren 2012 bis 2014 wieder ein internationales Schülerprojekt mit Industriekaufleuten durch.

An dem Projekt „School for young entrepreneurs“ nahmen 5 europäische berufsbildende Schulen teilnehmen: aus Targovishte/Bulgarien, Gdynia/Polen, Sarköy-Tekirdag/Türkei, Bologna/Italien und die Hanse-Schule.

Ziel dieses Projektes war es u. a., das Unternehmertum zu fördern und Kenntnisse über Unternehmensgründungen zu gewinnen, die  remdsprachenpraxis zu verbessern und die Wirtschaft und Kultur anderer Länder kennenzulernen. Aufgabe der Schüler in dem zweijährigen Projekt ist es, eine Broschüre und ein Informationsportal zur Unternehmensgründung in den unterschiedlichen Ländern zu erstellen. Zusammen mit den Schülern der anderen teilnehmenden Schulen sollen Informationen präsentiert, verbessert und ausgewertet werden. Während des zweijährigen Projekts fanden in Abständen von ca. 4 Monaten fünf ca. 4-tägige Treffen mit einer kleinen Anzahl von Auszubildenden in den Partnerländern statt, ein Treffen auch in Lübeck.

Auf den Treffen führten die teilnehmenden Schüler Unterrichte zum Unternehmertum durch, wie z. B. zur Gestaltung von Businessplänen, Rechtsformen, Anmeldung von Unternehmen, Marketing von Produkten, Unternehmensfinanzierung uvm. Gleichzeitig erstellten Sie Video-Filme zu diesen Themen, damit die Inhalte auch im weiteren Unterricht behandelt werden können. Die erarbeiteten Inhalte wurden zum Projektabschluss in einer Projektbroschüre zusammengefasst. Während der Treffen fanden Betriebsbesichtigungen statt, z. B. bei

– Sisecam, ein Glashersteller in Targovishte/Bulgarien, der

auch IKEA beliefert

– Carpigiani, ein Eismaschinenhersteller in Bologna/Italien,

der u. a. McDonald´s beliefert

– Daimler Niederlassung Lübeck

Darüber hinaus wurden kulturell bedeutsame Städte und Stätten besucht, wie z. B. die Stadt Veliko Tarnovo in Bulgarien – eine Stadt, die zum UNESCO-Welterbe gehört und die Marienburg in Malbork nahe Danzig/Polen.

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Marketing for everyone 2009-2011

Die Hanse-Schule beteiligte sich in den Schuljahren 2009/2010 und 2010/2011 an dem internationalen Projekt „Marketing for everyone“. Projektpartner waren folgende Schulen:

– Keuda Kerava/Finnland (nahe Helsinki)
– Istituto Professionale di Stato per I Servizi Commerciali e Turistici “Luigi Einaudi” aus
Palermo/Italien
– Zespol Szkol Nr. 1 w Miechow/Polen (nahe Krakau)
– Yozgat Anadolu Ticaret ve Ticaret Meslek Lisesi/Türkei (nahe Ankara)
– CEDUK – Soukroma VYSSI ODBORNA SKOLA spol.s.r.o aus Prag/Tschechien

In dem zweijährigen Projekt war es die Aufgabe von Schülern, Marketing-Pläne für Produkte zu entwickeln, die auf einem ausländischen Markt vertrieben werden oder werden sollen. Zusammen mit den Schülern der anderen teilnehmenden Schulen sollen diese Marketing-Pläne präsentiert, verbessert und ausgewertet werden.

Dabei erarbeiteten die Auszubildenden praxisorientiert Marketing-Inhalte, verbesserten ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern und lernten die Wirtschaft und Kultur anderer Länder kennen. Ziel war es ebenso, den europäischen Gedanken zu vertiefen und einen Teil dazu beizutragen, dass Europa zusammenwächst. Deshalb wird dieses Projekt durch die Europäische Union im Rahmen des Programmes LEONARDO DA VINCI finanziell
gefördert.

Während der Projektdauer von zwei Jahren reisten die teilnehmenden Industriekaufleute mit jeweils ca. 4 – 5 Schülern zu gemeinsamen Treffen. Diese Treffen wurden von den Partnerschulen in ihren Heimatländern organisiert. Neben der Arbeit am Projekt brachten die jeweiligen Organisatoren immer auch die jeweilige Stadt näher: Stadtrundfahrten, Unternehmensführungen, Besuche besonderer kulturellen Stätten und Einrichtungen, z.B.
die Festungsanlage Suomenlinna in Helsinki, die Salzmine in Wieliczka bei Krakau, das Nationaltheater in Prag.

Die Ausbildungsbetriebe stellten die Schüler – soweit die betrieblichen Erfordernisse dies erlauben – für diese Treffen frei. Ein besonderer Dank gilt dem Unternehmen NIEDEREGGER, das für die Erstellung der Marketing-Pläne Informationen über Marzipanprodukte zur Verfügung stellt und das Projekt fachmännisch betreut.

Wie schwer es in den Institutionen der EU sein muss, zu schlüssigen Ergebnissen zu kommen, konnten die Teilnehmer bei der Planung der Projektschritte erfahren. Zum einen wurde deutlich, dass in solch einer großen Gruppe mit unterschiedlichen Interessen, Traditionen, Schülergruppen und Vorgaben aus schulrechtlicher Sicht Kompromisse geschlossen werden müssen. Zum anderen wurde auch deutlich, dass die Beherrschung der englischen Sprache für die Kommunikation zwischen den Schülern und auch Lehrern von großer Bedeutung ist.

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Projekt Water for Life im September 2013

Die Hanse-Schule für Wirtschaft und Verwaltung führte vom 22.09.13 bis zum 29.09.2013 ein weiteres internationales Schulprojekt mit Berufsfachschülern durch. Der diesjährige Einsatzort war Lübeck. Beteiligt waren neben der Hanse-Schule die Zespol Szkol Administracyjno-Economicznych aus Gdynia bei Danzig/ Polen sowie die Buca Teknik ve Endüstri Meslek Lisesi – eine technische berufsbildende Schule aus Izmir/Türkei.

Der Höhepunkt des Projektes war die Ausstellung in der Hanse-Schule am Freitag (27.09.13), wobei das Thema „Wasser“ aus verschiedenen Blickwinkeln, wie z. B. Tourismus, Wirtschaft und Ökologie, dargestellt wurde. Ausstellungsexponate waren Informationsplakate, Puzzle sowie selbsterstellte Filme. Ein Quiz mit Fragen über die Ausstellung rundete die Veranstaltung ab. Insgesamt nahmen über 300 interessierte Besucher an dieser Ausstellung teil. Ziel der „Jugend-in-Aktion“- Projekte ist es, ein besseres Verständnis von Menschen und Kultur anderer Länder zu ermöglichen. Dazu dient ein alljährlich wechselndes Thema, das von verschiedenen Schülergruppen bearbeitet wird. Das Kernthema des Projektes in diesem Jahr war „Water for life“. Die Aufgabe der Schüler war die selbstständige Planung und Organisation einer Ausstellung zu diesem Thema. Dazu erhielten die Schüler Anregungen durch verschiedene Ausflüge, z. B. dem Besuch der Lübecker Hafen Gesellschaft, des Klärwerks und der Passat am Priwall und des Travemünder Strands.

Um die Gruppendynamik zu fördern, übernachteten alle Schüler, so auch die Lübecker Schüler, im CVJM in der Großen Petersgrube in Lübeck. Gemeinsame Mahlzeiten sowie gemeinsame Abendaktivitäten sorgten für eine harmonische Gruppenzusammenführung. Beim internationalen Picknick sowie den kulturellen Themenabenden lernten die Schüler spezifische Eigenheiten kennen. Neben der fachlichen Arbeit finden die Schüler durch das Projekt auch neue Freunde, die oftmals noch lange Zeit nach dem Projekt Bestand haben.

Somit bleiben sehr schöne Erinnerungen an eine tolle Projektwoche. Folgende Berufsfachschüler der Hanse–Schule nahmen in diesem Jahr daran teil: Denise Kuhlmann, Büsra Demircan, Coco Flemming, Vanessa Musarra, Metin Tüfekciogn, Ali Caliskan, Bilal Kilic sowie die Lehrkräfte Kai Lichte und Jenny Schikora.

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Comenius-Projekt “The European Youth discovers ad´s different faces” 2012 bis 2014

Die Hanse-Schule für Wirtschaft und Verwaltung führte in den Jahren 2012 bis 2014 das erste Mal ein zweijähriges internationales Projekt mit Berufsfachschülern durch.  An dem Projekt „The European Youth discovers ad´s different faces“ nahmen acht europäische berufsbildende Schulen teil: aus Gdynia/Polen, Izmir/Türkei, Krsko/Slowenien, Cartagena/Spanien, Marseille/Frankreich, Sofia/Bulgarien, Capo d`Orlando/Italien und die Hanse-Schule.

Im Rahmen des Projektes war es Aufgabe der Schüler, Kenntnisse über den Einfluss von Werbung auf Jugendliche zu gewinnen. Sie lernten, verschiedene Medien und Kanäle, auch soziale Netzwerke,  zu nutzen und Werbebotschaften unter Beachtung von Ethik und Rechtsnormen zu entwerfen. Dabei stellten sie fest, wie groß der Einfluss von Werbung auf die Zielgruppen ist. Sie arbeiteten Werbekampagnen aus.

In die Projekttätigkeiten wurden Methoden integriert, die die Innovationsfähigkeiten, Kreativität und das unternehmerische Denken der Schüler fördern. Des Weiteren wurden auch soziale Verhaltensweisen trainiert. Die Schüler wendeten besondere Projektmethoden wie Beobachtung, Experimente und Interviews an. Sie analysierten Zeitungsanzeigen und erstellten und werteten Videos aus. Darüber hinaus wurden Experten aus der Praxis für einzelne Themengebiete für Schulungen herangezogen.

Neben der Anwendung von elektronischen Informations- und Kommunikationstechniken übten die Schüler die Anwendung von Englisch als Arbeitssprache. So führten Sie Präsentationen in englischer Sprache durch und arbeiteten während der Projekttreffen in gemischten Gruppen. Durch den intensiven Kontakt zu den anderen Projektteilnehmern konnten Unterschiede in Durchführung und Wirkung von Werbemaßnahmen erarbeitet werden. Darüber hinaus konnten Vorurteile verringert, Kenntnisse über das Gesellschaftsleben und Berufsleben in anderen Ländern gewonnen werden.

Des Weiteren präsentierten und vermarkteten die Schüler ihre Heimatstadt, die Region und ihr Heimatland und brachten somit den anderen Teilnehmern ihre Kultur näher.

Während des zweijährigen Projekts nahmen jeweils 4-6 Berufsfachschüler an 5-tägigen Treffen in den Partnerländern teil. Die Erfahrungen, die sie gesammelt haben, halfen ein Verständnis für die Kultur anderer Länder zu entwickeln und die eigene Kultur besser zu erkennen und zu schätzen.

Das Projekt wurde von dem EU-Programm COMENIUS Multilaterale Partnerschaften finanziell gefördert.

Ansprechpartner: Kai Lichte

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm Comenius Multilaterale Partnerschaften finanziert. Der Inhalt dieses Projektes gibt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Union oder der Nationalagentur des PAD wieder und sie übernehmen dafür keine Haftung.

Programm fuer lebenslanges Lernen

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