Eine Lesung mit Musik gegen das Vergessen am internationalen Holocaust-Gedenktag an der Hanse-Schule

Idee und Konzept von Lothar Tubbessing gingen auf – an diesem 27. Januar 2026, 81 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz: Die Schauspielerin Rebecca Indermaur und ihr Kollege Andreas Hutzel vom Theater Lübeck lasen Verse von Dichtern, deren Bücher während des Naziregimes verboten und im Mai 1933 verbrannt worden sind. Moderiert von Lothar Tubbessing wurden wir chronologisch von der Machtergreifung bis zu den Verbrennungsöfen geführt. Zwischen den Lesungen gab es Zeit zum Innehalten, untermalt von Musik von Edgar Herzog und Andreas Hutzel, deren schönstes Stück „Dance me to the End of Love“ von Leonard Cohen den Auftakt zu dieser besonderen Gedenkstunde bildete. Cohen habe erfahren, dass in den Lagern jüdische Orchester zu den Verbrennungen der Menschen haben aufspielen müssen, dies habe ihn dazu bewegt, dieses Lied zu schreiben.

Lothar Tubbessing wies in seiner Moderation darauf hin, dass in den Vereinigten Staaten von Amerika, unserem jahrzehntelangem Demokratievorbild, in einigen Bundesstaaten bereits wieder Bücher verboten sind, darunter „Harry Potter“, „Das Tagebuch der Anne Frank“, George Orwells „1984“, „Puh der Bär“, „Tom Sawyer“ und J.D. Salingers der Fänger im Roggen.

Der besondere Dank gilt der Dagmar Heidenreich und Inga Lohse Stiftung, deren Finanzierung dieses demokratiefördernde Projekt für 180 Schülerinnen und Schüler aus neun Klassen der Hanse-Schule ermöglicht haben.

Wiebke Hartmann, 28.01.2026