Auf Einladung des Chinazentrums der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel fand am 11. Februar in der Seeburg in Kiel die Veranstaltung „Jung und fit für China“ statt. Eingeladen waren Vertreter von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen und Hochschulen Schleswig-Holsteins. In ihren Grußworten hob die Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Dr. Dorit Stenke die Bedeutung von China-Kompetenz hervor. Vor dem Hintergrund der engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und China und auch der geopolitischen Bedeutung Chinas sind Kenntnisse über den Staat, die Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sprache wichtig.
Prof. Dr. Ralph Schneider als Vizepräsident der Universität und Prof. Dr. Angelika Messner als Direktorin des Chinazentrums betonten, dass die Entwicklung von China-Kompetenz eine Investition in die Zukunftsfähigkeit junger Menschen sei. Aus diesem Grund unterstützt das Chinazentrum mit dem Projekt „Flying Sinologist“ Schulen in Schleswig-Holstein dabei, das Thema China in der Schule einzubringen oder ein bereits bestehendes Chinaprofil zu erweitern. Gefördert wird dieses Projekt vom Bildungsnetzwerk China aus Berlin – vertreten durch Hue San Do, die die bundesweite Perspektive der Entwicklung von China-Kompetenz darstellte. Das Bildungsnetzwerk China unterstützt übrigens auch die Hanse-Schule bei ihren China-Projekten. Nachdem Claudia Friedrich als Landesfachberaterin des IQSH über den Stand des Chinesischunterrichts in Schleswig-Holstein informierte, erläuterten Udo Totzke (ehemaliger Schulleiter des Gymnasiums Marienthal in Hamburg) und Jens Oberbeck von der Hanse-Schule die Entwicklung von China-Kompetenz in der Praxis: China-Quizveranstaltungen, Tagesausflüge zu Chinaaustellungen, Entwicklung einer China-Ausstellung, Besuche bei der Chinesisch-Deutschen Handelskammer, Chinesischunterricht, Zusatzqualifikation Chinakaufmann/-kauffrau, Expertenvorträge, Wettbewerbe, Praktika in China, Aufbau einer Partnerschaft zum Guizhou College of Electronic Science and Technology in Guiyang und gemeinsame Projekte zwischen Auszubildenden und Studenten des Partnercollege. Interessant waren auch die Erläuterungen von zwei Austauschschüler:innen aus China über ihre Erfahrungen in Deutschland. Es lohnt sich, das jeweils andere Land kennenzulernen. Neben einem gewinnbringenden fachlichen Austausch fördert insbesondere der persönliche Kontakt Toleranz und Verständnis und den Blick über den Tellerrand.
Jens Oberbeck, Februar 2026

