Nach einer langen Anreise nach China und dem Besuch des Technischen Colleges in Changzhou erkundeten die 10 Auszubildenden der Hanse-Schule (Industriekaufleute, Veranstaltungskaufleute, Kaufleute für IT-Systemmanagement) im zweiten Teil der China-Projektfahrt die Stadt Shanghai. Mit 23 mio Einwohnern ist die Stadt eine der größten Städte Chinas und der Welt, weist den größten Containerhafen der Welt auf und ist Partnerstadt der Hansestadt Hamburg. Beeindruckend ist die Silhouette des Stadtbezirks Pudong, der sich innerhalb weniger Jahre zum Finanzzentrums Shanghais entwickelt hat. Der Blick vom Huangpu-River auf Pudong zieht viele Models und Influencer an, die ihre Fotos in den chinesischen Social-Media-Kanälen verbreiten. Shanghai ist auch ein Shopping-Paradies, so nutzen die Auszubildenden die Möglichkeit, besondere Stücke und Souvenirs in der Haupt-Einkaufsstraße Nanjing-Road zu ergattern. Spannend war die Bezahlung in den Läden, denn Bargeld wird so gut wie nicht verwendet, dafür die Apps AliPay oder WeChat, die mit deutschen Kreditkarten hinterlegt waren. Glücklicherweise lag das Hotel in unmittelbarer Nähe der Nanjing-Road und des Huangpu-River, sodass die Wege zu den Hauptattraktionen nicht zu groß waren. Trotzdem rissen die Auszubildenden etliche Kilometer ab. Was auffiel: überall befanden sich unglaublich viele Menschen. Und trotz der Größe der Stadt und des vielen Autoverkehrs war die Luft recht gut, was auch an den vielen E-Autos und E-Rollern lag. Helme wurden von den vielen Rollerfahrern aber in der Regel gemieden, dafür waren schmale Fußwege sehr beliebt, auch wenn sich dort Fußgänger befanden.
Am Nachmittag besuchte die Gruppe den Yu Garden, der eine Oase mitten in der Großstadt und ein großartiges Beispiel chinesischer Gartenbaukunst ist. Hier finden Besucher auch viele historische Gebäude, die man in der Stadt sonst eher selten sieht. Dort stieß die Gruppe wieder auf unsere Freundin Zhao Minhua, die mit viel Witz den Auszubildenden die Stadt Shanghai und das gesellschaftliche Leben näherbrachte. Minhua lud die gesamte Gruppe in ein Restaurant am Yu Garden ein, das bereits Emmanuel Macron und Ex-Kanzler Gerhard Schröder mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping besuchten. Mit schönem Blick auf die historischen Gebäude genoss die Gruppe unterschiedliche chinesische Gerichte an einem Drehtisch. Hier werden Speisen über eine Drehscheibe weitergereicht, damit sich jeder Tischgast von jedem Gericht bedienen kann. Die milde Küche Shanghais kam den Auszubildenden entgegen, trotzdem waren viele Speisen unbekannt. Allesamt waren sie aber sehr schmackhaft.
Trotz der Müdigkeit am Abend ließ es sich die Gruppe nicht nehmen, das Nachtleben zu erkunden. Spontan der Musik folgend, eroberte die Gruppe noch eine Rooftop-Bar, in der ausgelassen getanzt wurde und von der aus die besondere Silhouette Pudongs bei Dunkelheit bestaunt werden konnte. Am folgenden Tag ging es dann weiter in einem 3-stündigen Flug nach Guiyang in der Provinz Guizhou, wo das eigentliche Projekt der Reise stattfand: „Made in China – Business in Germany“ im Rahmen der China ASEAN Education Cooperation Week am Guizhou College of Electronic Science and Technology.
~ Jens Oberbeck, Oktober 2026